Die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler

Sportler des Jahres waren diesmal Bärbel Stand (stehend rechts), Mert Sanli vom MSC Oberbruch (vorn links) sowie das Racingteam des MSC Oberbruch (rechts daneben). Für besondere Verdienste um das Ehrenamt im Sport wurden die Leistungen von Lilly Houben, Marlies Poschen, Heinz Hennebrüder und Werner Petersen (hinten von links nach rechts) besonders gewürdigt. Gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern des Stadtsportverbands nahm Bürgermeister Wolfgang Dieder (hinten 2.v.r.) die Ehrung vor. Foto: agsb

 

Sportlerehrung fand diesmal in Straeten statt – Tolles Rahmenprogramm

 

Einmal im Jahr ehrt der Stadtsportverband Heinsberg seine erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler, Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, die in ihrer Sportart im vergangenen Jahr auszeichnungswürdige Leistungen erzielt haben. Dieses Mal traf man sich in Straeten, wo der dort beheimatete TTC die Halle nicht nur bestens vorbereitet hatte, sondern auch für die Bewirtung sorgte. Dass die Halle fast bis zum letzten Platz besetzt war,freute alle.

Als Gäste besonders begrüßen konnte Vorsitzender Willi Engels auch diesmal Bürgermeister Wolfgang Dieder sowie vom diesjährigen Sponsor, der Kreissparkasse Heinsberg, Herrn Hans-Werner Klems. Willkommen hieß er zudem noch zahlreiche weitere Gäste, so u.a. von der Volksbank Heinsberg die Herren Ralf Thora und Thomas Back sowie aus der Politik den Landtagsabgeordneten Bernd Krückel. Kurze Grußworte sprachen neben dem Vorsitzenden noch Bürgermeister Wolfgang Dieder sowie Hans-Werner Klems für die Kreissparkasse.

Für das Rahmenprogramm sorgten das Ausbildungsorchester des Instrumentalvereins Straeten unter der Leitung von Michael Knoben, Solo-Tänzer Paul Reppenhagen aus Dremmen und die Showtanzgruppe „Crazy Flames“ aus Straeten. Die Moderation hatte mit Jochen Lintzen ein Vorstandsmitglied des Stadtsportverbands übernommen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Tombola.

Besonders geehrten wurden im Laufe des Abends eine Sportlerin, ein Sportler und eine Mannschaft des Jahres sowie zwei Ehrenamtlerinnen und zwei Ehrenamtler für ihre besonderen Verdienste um den Sport. Dies waren im einzelnen:

 

Sportlerin des Jahres

Barbara Stand, TuS Porselen, Sportart Turnen

Gerade einmal acht Jahre jung war unsere diesjährige Sportlerin des Jahres, als sie mit dem Turnen begann und beim Winterhallenturnen gleich den dritten Platz belegte. Und dann reihte sich Erfolg an Erfolg, bei Gau- und Turnfesten, bei Stadtmeisterschaften der Schulen, bei Rheinischen und bei Hochschul-Meisterschaften, und das sowohl in Einzelwettbewerben wie auch mit der Mannschaft.

Auch als sie im Jahre 2001 in den Seniorenbereich wechselte reihte sich weiterhin Erfolg an Erfolg. Über die Rheinischen Meisterschaften mit vielen Titelgewinnen setzte sie ihre Erfolgsserie nun auch auf NRW-Ebene und deutschlandweit fort, ehe sie 2014 und 2015 sogar internationale Erfolge errang. In Riga belegte sie erste, zweite und dritte Plätze im Barren- und im Bodenfinale sowie im Mehrkampf. Zudem wurde sie in 2015 NRW-Seniorenmeisterin. Alle ihre Erfolge und Titelgewinne aufzuzählen, würde den Rahmen diese Veranstaltung sprengen.

Nicht immer ist es selbstverständlich, dass erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler ihr Können und ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter geben. Bei ihr schon, denn seit ein paar Jahren steht sie ihrem Verein, dem TuS Porselen, auch als Übungsleiterin für die Mädchen-Leistungsgruppe zur Verfügung.

 

Sportler des Jahres

Mert Sanli, MSC Oberbruch, Motorsport

Und nun beim Sportler des Jahres das Kontrastprogramm, geht es doch hier um einen 9jährigen Nachwuchs-Sportler des MSC Oberbruch. Er ist zwar noch nicht so lange dabei, aber dennoch schon sehr erfolgreich. Dabei eifert er seinem großen Bruder nach, der sich ebenfalls dem Motorsport verschrieben hat. Auf Anhieb schaffte unser, ich sag’s mal so, Motorsport-Nachwuchs-Sportler des Jahres den dritten Platz bei den NRW-Meisterschaften und den Sieg bei den Landesmeisterschaften seiner Klasse. Bei den Ausscheidungs-Wettkämpfen für die Deutsche Meisterschaft belegte er Platz 4.

 

Mannschaft des Jahres

Racingteam 1 des MSC Oberbruch, Motorsport

Um Motorsport handelt es sich auch bei der Mannschaft des Jahres, dem Racingteam 1 des MSC Oberbruch, das zwar in wechselnder Besetzung antritt, aber seit nunmehr schon 14 Jahren viele Erfolge aneinander reiht; so im letzten Jahr der vierte Platz bei den als NRW-Meisterschaft ausgefahrenen Ausscheidungskämpfen für die Deutsche Meisterschaft. Das große Problem des Vereins: für viele Veranstaltungen sind weite Anreisen nötig, insbesondere zu den Deutschen Meisterschaft, die im letzten Jahr in den neuen Bundesländern stattfanden. Die Verantwortlichen des Vereins und die Eltern der Kinder und Jugendlichen müssen also nicht nur einen großen zeitlichen Aufwand betreiben, damit ihre Kinder Motorsport betreiben können. Auch finanziell muss einiges beigesteuert werden, weil der Verein aus Eigenmitteln das nicht alles leisten kann.

Zur Mannschaft des Jahres gehören Michael Raschen, Can Sanli, Tim Schmidberger, Kieran Smith und Philipp Thora.

 

Besondere Ehrungen:

Marlies Poschen, TG Kirchhoven, Turnen

Ihren Einstieg in die Trainingsarbeit hatte sie als Helferin der Übungsleiterin, ehe sie dann auch selbst den Übungsleiterschein erwarb; das war vor 23 Jahren. Seitdem hat sie unzählige Kinder und Erwachsene „in Schwung“ gebracht. Mädchen und Frauen hat sie trainiert, ehe auch sie sich ausschließlich auf die Frauen konzentrierte und die Arbeit mit Mädchen anderen überließ. Ihr Betätigungsfeld: drei Frauen- und eine Walking-Gruppe.

 

Lilly Houben, TG Kirchhoven, Turnen

Sie ist seit nunmehr 45 Jahre Übungsleiterin in ihrem Verein. Zudem ist sie in gleicher Funktion auch in Haaren tätig.

Selbst aktiv ist sie schon seit dem Jahre 1953, zunächst beim TuS Oberbruch, dann beim TV Eintracht, schließlich bei der TG Kirchhoven. Aber auch im Turngau war sie viele Jahre unterwegs. Viele Kinder, Jugendliche und Frauen hat sie schon trainiert. Kinder und Jugendliche hat sie inzwischen jüngeren Übungsleiterinnen anvertraut; selbst kümmert sie sich aber weiterhin darum, Frauen in Bewegung zu bringen

Auch das Sportabzeichen ist ein Thema für sie. Inzwischen hat sie es 49 Mal in Folge geschafft. Das 50. wird angepeilt, eine Leistung, die nur sehr wenige schaffen. Keine Frage: Sie wird es schaffen.

 

Heinz Hennebrüder, Oberbrucher BC 09, Fußball

Er ist seit Jahrzehnten im Verein tätig, zunächst als Betreuer der Mannschaften, in denen sein Sohn spielte, und das vorbildlich und zuverlässig.

2005, in einer für seinen Verein  sehr schwierigen Situation, übernahm er den Posten des Vorsitzenden, den er bis 2013, also acht Jahre lang inne hatte. Seitdem ist er stellvertretender Vorsitzender. Er war es, der „in der schwierigsten Zeit unseres Vereins“ das Ruder übernahm und den Oberbrucher BC in finanziell solides Fahrwasser führte.

Heinz Hennebrüder packt stets mit an, hilft an allen Fronten, engagiert sich

stets für sozial benachteiligte Sportler und ihnen nahestehende Personen, hat

für alle Mitglieder stets ein offenes Ohr und repräsentiert seinen Verein

professionell nach außen.

Zehn Jahre lang, von 2005 bis 2015, gehörte er auch dem Vorstand unseres Stadtsportverbands an, half bei vielen Veranstaltungen unseres Verbandes mit und beteiligte sich bei Vorstandssitzungen stets rege an Meinungsbildungen.

 

Werner Petersen, TuS Rheinland Dremmen, Ju Jutsu

2003 gründete er die Ju Jutsu Abteilung „Kihaku“ seines Vereins, übernahm als Vorsitzender sofort Führungsaufgaben und ist seiner Aufgabe dort bis heute treu geblieben. Zuvor war er schon als Übungsleiter im Ju Jutsu Club Heinsberg im Einsatz. Aus kleinen Anfängen hat er eine respektable Truppe auf die Beine gestellt mit heute rund 70 Mitgliedern, darunter etwa zwei Drittel Kinder und Jugendliche.

Zwischen 1985 und 1988 legte er alle Kyu-Prüfungen ab und absolvierte im April 1990 erfolgreich seine DAN-Prüfung (Schwarzgurt). Schon ein Jahr später absolvierte er die Landeskampfrichter-Ausbildung und die Prüfung zum zweiten DAN. Weitere Prüfungen folgten: 1993 zum 3. DAN, 1999 zum 4. DAN und 2013 letztlich auch noch die Prüfung zum 5. DAN.

Ehrenamtlich engagiert er sich über seine Vereinstätigkeit hin aus als Fachübungsleiter und Jugendleiter, selbstverständlich auch mit den entsprechenden Ausbildungen, ist lizensierter Kursleiter für Kids, hat die Trainer B- und C-Lizenz Justiz/Polizei, ist Bezirksvertreter Aachen für den JuJutsu Verband NRW und Vorstandsmitglied des Verbandes.  In besonderem Maße setzt er sich für Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen ein und ist aktiv bei der Inklusion behinderter Menschen.

Sein Motto „JuJutsu für alle Altersklassen mit Spaß und Disziplin“. Was ihn so erfolgreich macht: Er lebt sein Motto vor.

 

Im Rahmenprogramm der Sportlerehrung erhielt Tänzer Paul Reppenhagen für seine großartige Leistung viel Beifall.

Foto: agsb

 
 
   

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